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Geigenbauermeister Thomas Pfürtner


Neubau, Reparaturen, Restauration und Wartung aller Streichinstrumente
Behaarung und Reparaturen von Bogen
Fachliche Beratung und Beratung in spiel­technischen Fragen




Das Geheimnis einer guten Geige


Beim Neubau aller Streichinstrumente sind gutes Material und die individuelle Bearbeitung des Decken- und Bodenholzes entscheidend. Je erfahrener der Geigenbauermeister ist, desto ausgeprägter ist sein Gespür für die richtige Wahl des zu verarbeitenden Materials. Während die Serienfertigung nur identische Bauteile hervorbringt, werden bei der Einzelanfertigung alle Teile aufeinander abgestimmt. Nur so können auch individuelle Wünsche im Aussehen und im Klang berücksichtigt werden.

Thomas Pfürtner ist seit über 30 Jahren selbstständiger Geigenbauermeister in Wuppertal und hat insbesondere Streichinstrumente auch für Berufsmusiker gebaut. In seiner Freizeit ist er selber ein passionierter Geigenspieler, weshalb er neben der fachlichen Beratung zum Geigenbau auch spieltechnische Fragen gerne beantwortet.
 

 

Über den Geigenbau


Die Holzarten


Für den Bau einer Geige werden drei verschiedene Hölzer eingesetzt: Die Decke wird aus Rottanne gefertigt. Für den Boden, die Zargen und die Schnecke verwendet man Bergahorn. Das Griffbrett, der Saitenhalter und die Wirbel entstehen aus Ebenholz oder Palisander.

Der Geigenbauer bezieht sein Material aus dem Tonholzhandel. Dabei stammt die Rottanne aus Gebirgswäldern ab etwa 1000 Metern Höhe. Der Bergahorn wird aus dem Balkan bezogen. Die Hölzer müssen 10 bis 30 Jahre lang lagern, bevor sie für den Instrumentenbau verwendet werden können. Gutes Tonholz hat beim Anklopfen einen hohen und möglichst lang anhaltenden Ton. Am besten eignet sich so genanntes gespaltenes Holz, weil die Spaltflächen genau der Maserung folgen und die Statik optimieren. Die Zargen werden über einem heißen Eisen gebogen, dann werden die Wölbungen der Instrumente ebenso wie die Schnecken in einem Stück aus dem Holz herausgearbeitet.

Ist die Geige echt oder nicht? — Dendrochronologie


Dendrochronologie ist die Lehre von der Wachstumszeit des Baumes und kann bei Echtheitsuntersuchungen von Streichinstrumenten eingesetzt werden.

 


Das richtige Holz für den Bogen


Die besten Bogen werden aus Fernambukholz hergestellt. Nur etwa drei bis fünf Prozent der Holzmenge können für die wirklich guten Bogen verwendet werden. Schülerbogen bestehen aus Massaranduba (ein Tropenholz) auch Balata rouge genannt. Industriell gefertigte Bogen aus Karbon haben nicht die gleiche Qualität wie die Fernambukholz-Bogen.







Die Modulationsfähigkeit


Es soll möglich sein, ein Pianissimo ebenso wie ein Fortissimo spielen zu können, wobei der Spieler mit dem Bogen ganz nah an den Steg herangeht, der Ton klar bleibt und kaum ein Kratzgeräusch zu hören ist. Grundsätzlich kann man bei einem guten Instrument erwarten, dass die erzeugten Töne klar klingen.







Die objektive klangliche Beurteilung


Für eine objektive klangliche Beurteilung wird das Instrument in einem fast schalldichten Raum künstlich zum Klingen gebracht. Zur Lautstärkemessung (in Dezibel) wird ein Diagramm für eine instrumentenbezogene Skala erstellt, die beispielsweise bei der Geige von 196 Hertz bis etwa 5300 Hertz reicht. An der Ausprägung der verschiedenen Frequenzbereiche lässt sich schließlich die Qualität eines Instrumentes ablesen.




 

Kurzvita Thomas Pfürtner



1968 bis 1971
Berufsausbildung zum Geigenbauer an der Staatlichen Fachschule für Geigenbau in Mittenwald

1971 bis 1984
Gesellenjahre im In- und Ausland

1984
Meisterprüfung Handwerkskammer Düsseldorf

1985 bis heute
Selbstständiger Geigenbauer in Wuppertal  


 

Kontakt / Impressum



Thomas Pfürtner Geigenbauermeister
Obergrünewalder Straße 1
42103 Wuppertal

Termine nach telefonischer Vereinbarung.

Telefon: 0176 - 70 39 53 75
www.geigenbauwerkstatt-wuppertal.de

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